Cover of Ulrike Bardt: Literarische Wahlverwandtschaften und poetische Metamorphosen

Ulrike Bardt Literarische Wahlverwandtschaften und poetische Metamorphosen

Die Fabel- und Erzahldichtung Friedrich von Hagedorns

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J.B. Metzler

2016

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978-3-476-04315-3

3-476-04315-0

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Friedrich von Hagedorn ist der erste deutsche Fabeldichter im eigentlichen Sinne und zugleich einer der interessantesten der Epoche der Aufklarung. Seine Asthetik der Fabel stellt insofern eine Ausnahme in der gesamten deutschen Fabeltradition dar, als er die Poesie, d.h. den Kunstcharakter der Fabel und nicht die Belehrung bzw. Moral in den Vordergrund stellt. Die individuellen Fabeln und Erzahlungen stellen keine Einzelphanomene dar, sondern koharente Grotexte Die meisten Stucke erfahren einen Sinnzuwachs, wenn bei jeder Interpretation der spezifische Sinnkontext berucksichtigt wird, in dem sie innerhalb der Sammlung stehen. Da keine andere literarische Gattung so durch Intertextualitat bestimmt ist wie die Fabel, werden die einzelnen Texte unter Bezugnahme auf ihre antiken und neuzeitlichen europaischen Quellen und Motivparallelen interpretiert. Der scherzhaft-erotische Charakter wie auch die in ihnen enthaltene Sozialkritik und der Entwurf von Gegenwelten stellen emanzipatorische Tendenzen dar. Hagedorns Fabeldichtung belegt, da die Fabel des 18. Jahrhunderts an die Stelle des barocken Emblems getreten ist.

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