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Okologische Krise und Marktmechanismen

Umweltokonomie in evolutionarer Perspektive

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VS Verlag fur Sozialwissenschaften

2013

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978-3-322-94194-7

3-322-94194-9

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Der Blick in die Zukunft verheisst heutzutage wahrlich keine rosigen Visionen. Neben Krieg, Hunger und Verschuldung nehmen okologische Probleme, von der globalen bis zur lokalen Ebene, ein alarmierendes Ausmass an. Zum ersten Mal seit Beginn der Hominisation haben Menschen konkrete Chancen, das Bild der Erde auf eine markante und vermutlich auch irreversible Art und Weise zu verandern. Der schicksalsartige Charakter dieser Probleme hat spatestens seit dem Erscheinen von "The Limits to Growth" immer mehr Natur-und Sozial- wissenschaftler herausgefordert, einen positiven Beitrag zur Bewaltigung der okologischen Krise zu leisten. Die umfassendste und einflussreichste Analyse heutiger okologischer Probleme hat wohl die Okonomie geleistet. Die Umwelt- okonomie bietet sowohl eine theoretisch fundierte Analyse heutiger okolo- gischer Probleme als auch praxisrelevante Ansatze zu ihrer Bewaltigung an. Die Allgemeingultigkeit dieser Vorschlage wird an ihrer universellen Anwendbarkeit sichtbar. Umweltokonomische Ansatze stellen heute faktisch die einzige konkrete Alternative zu einer Umweltpolitik dar, die im wesentlichen auf staatlicher Kontrolle basiert. Die Okonomie betrachtet okologische Probleme als reine Effizienzprobleme. Okonomische Effizienz wird somit zur alleinigen Referenzgrosse der Transformation heutiger Marktwirtschaften in sogenannte okologische Markt- wirtschaften. Diese Betrachtungsweise ist freilich nicht unproblematisch. Der oben angesprochene Transformationsprozess soll nicht bloss als ein technisch- wissenschaftliches Problem, sondern als ein Prozess der kulturellen Evolution angesehen werden. Von diesem Erneuerungsprozess sind nicht nur industrielle Produktionsanlagen betroffen, sondern auch Regeln und Normen unserer Kultur. Umweltokonomische Ansatze sollen somit als ein Versuch be- schrieben werden, okonomische Effizienz und Marktrnechanismen in den Dienst einer kulturellen Transformation zu stellen.

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